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Die Rolle von Agrarumweltprogrammen in England bei der Verwaltung geologischer SSSIsv

Der Bericht untersucht die Rolle von Agrarumwelt-Programmen in England bei der effektiven Verwaltung von geologischen Stätten von besonderem wissenschaftlichen Interesse (SSSI), um nachhaltige Naturschutzpraktiken zu fördern.

  • Other
  • 2014-2022
  • Environmental impacts
The role of English agri-environment schemes in managing geological SSSIs
White Cliffs of Dover, England, UK

Dies ist ein Abschlussbericht über Programme zur Umwelt- (ES) und Landschaftsverwaltung (CS), die im Rahmen der umfassenderen politischen Maßnahmen/politischen Instrumente im Umweltbereich im Vereinigten Königreich durchgeführt werden. Bei CS konzentrierte sich die Stichprobe auf diejenigen, die zwischen 2016 und 2019 Vereinbarungen unterzeichnet haben, um Vereinbarungen zu untersuchen, bei denen wahrscheinlich eine Bewirtschaftung stattgefunden hat.

Der Umfang der Bewertung in diesem Dokument umfasst die Beurteilung der Wirksamkeit englischer Agrarumwelt-Regelungen (AES), insbesondere ES und CS, bei der Bewirtschaftung geologischer SSSIs. Die Bewertung umfasst die Auswirkungen dieser Regelungen auf das Vegetationsmanagement, die Geodiversität und die Erhaltung geologischer Stätten. Die Bewertung berücksichtigt auch den Bekanntheitsgrad dieser Stätten bei den Flächenmanagern, die Inanspruchnahme von AES-Optionen und die Wirksamkeit dieser Optionen bei der Erhaltung und Bewirtschaftung der angestrebten geologischen Merkmale.

Das Projekt zielte darauf ab, Folgendes nachzuweisen:

  • Die Auswirkungen von CS durch Kapitalposten FM1 (Management von Geodiversitätsmerkmalen und anderen umfassenderen Vegetationsmanagementoptionen), die sich positiv auf das Management und die Erhaltung geologischer Merkmale auf SSSIs auswirken könnten.
  • Ob es negative Auswirkungen von CS auf das Management und die Erhaltung geologischer Merkmale auf SSSIs gab.
  • Ob bestimmte Optionen positive oder negative Auswirkungen auf geologische Merkmale hatten.
  • Warum die Aufnahme des Kapitalguts FM1 gering war.

Bei der Bewertung wurde eine gemischte Methodik verwendet, darunter Vorher-Nachher-Vergleiche, Interviews mit Flächenmanagern und Umfragen, um die Wirksamkeit der ES- und CS-Programme bei der Verwaltung geologischer SSSIs zu bewerten. Mithilfe von Luftbildern wurden Veränderungen der Vegetation und der Standortbedingungen im Laufe der Zeit überwacht, insbesondere wie gut diese Maßnahmen zur Erhaltung geologischer Merkmale beitrugen, während räumliche Analysen dabei halfen, die Akzeptanz von AES-Optionen zu kartieren und ihre Auswirkungen zu bewerten, ob positiv, negativ oder gemischt.

Zu den wichtigsten verwendeten Datenquellen gehörten Luft- und Satellitenbilder, die visuelle Daten zu Veränderungen der Standortbedingungen lieferten. Umfragen und Interviews mit Landmanagern gaben Einblicke in die Managemententscheidungen und ihr Bewusstsein für geologische SSSIs. GIS-Datensätze und offizielle CS-Dokumente unterstützten die Bewertung ebenfalls, indem sie den Standort geologischer Stätten und die entsprechenden Erhaltungsmaßnahmen kartierten.

Der Schwerpunkt der Bewertung lag auf der Analyse der AES-Optionen und ihrer Wirksamkeit bei der Erreichung der Erhaltungsziele.

Ungenauigkeiten bei der Kartierung der Inanspruchnahme von Optionen erschweren die Feststellung, ob die ermittelten Optionen auf das betreffende geologische Interesse zutrafen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Bewertung zeigen, dass AES im Allgemeinen nur begrenzt erfolgreich zur Verbesserung des Managements geologischer SSSIs beitragen. Anhand von Luftbildern und Erhebungen wurde festgestellt, dass sich an einer beträchtlichen Anzahl von Standorten nichts geändert hat und dass sich der Zustand vieler Standorte verschlechtert hat, insbesondere was das Pflanzenwachstum betrifft, und nicht verbessert hat. Dies deutet darauf hin, dass die AES-Programme, insbesondere CS und ES, nicht ausreichend zur positiven Bewirtschaftung dieser national bedeutenden Gebiete beitragen.

Die Studie ergab eine schwache Korrelation zwischen der Art der umgesetzten AES-Optionen und den tatsächlich beobachteten Ergebnissen. Beispielsweise führten Optionen wie die Beweidung (SP6) zu gemischten Ergebnissen, wobei sowohl positive als auch negative Auswirkungen beobachtet wurden. Ähnliche Ergebnisse wurden für die Optionen zur Bekämpfung von Adlerfarn und zur Heckenpflege gemeldet, was die uneinheitlichen Ergebnisse bei verschiedenen Interventionsarten weiter veranschaulicht.

Zu diesen Ergebnissen trugen mehrere Faktoren bei, darunter die geringe Akzeptanz bestimmter AES-Optionen, die speziell für die Bewirtschaftung geologischer Merkmale entwickelt wurden, wie z. B. FM1. Darüber hinaus war das Bewusstsein der Landbewirtschafter für die besonderen Bedürfnisse geologischer Standorte oft gering, und die Ungenauigkeit bei der Kartierung der Akzeptanz von Optionen machte es schwierig, die Wirksamkeit bestimmter Optionen bei der Bewirtschaftung dieser Standorte zu bestätigen.

Zusammenfassend kam die Bewertung zu dem Schluss, dass sich AES-Programme im Allgemeinen nicht positiv auf die Bewirtschaftung geologischer SSSIs auswirken, wobei viele Standorte Anzeichen für einen Rückgang aufweisen. Die Analyse hob die Notwendigkeit einer besseren Ausrichtung dieser Programme sowie einer besseren Sensibilisierung und Schulung der Landmanager hervor.

Author(s)

LUC, Countryside and Community Research Institute, University of Gloucestershire (CCRI) and Environment Systems

Ressourcen

Documents

English language

The role of English agri-environment schemes in managing geological SSSIs

(PDF – 4.3 MB – 84 pages)