Diese Themengruppe (TG) wird die Chancen und Herausforderungen für die Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb in der EU untersuchen, Beispiele für die Erfolgsfaktoren einer effektiven Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb austauschen und die Effektivität der aktuellen GAP-Maßnahmen und umfassenderen politischen Maßnahmen/politischen Instrumente zur Unterstützung der Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb bewerten.

Vendor on a farmer's market handing a drink to a customer

Eine beträchtliche Anzahl europäischer Landwirte und Landwirtinnen steht aufgrund von Einkommensschwankungen, Naturkatastrophen, extremen Wetterereignissen, Umweltzerstörung, geopolitischen Entwicklungen, Kosten- und Preisdruck sowie zunehmendem Wettbewerb auf dem Markt vor Herausforderungen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die wirtschaftliche Anfälligkeit nimmt insbesondere für kleinere Betriebe, Betriebe in bestimmten Sektoren und Betriebe in wirtschaftlich benachteiligten oder geografisch schwierigen Regionen erheblich zu. Für diese Landwirte und Landwirtinnen besteht eine Möglichkeit zur Stabilisierung oder Steigerung ihres Einkommens darin, ihre Vermögenswerte (Grundstücke, Gebäude, Ausrüstung) zu nutzen, um in nichtlandwirtschaftliche Tätigkeiten zu diversifizieren und so Einkommensquellen zu schaffen, die unabhängig vom naturgemäß instabilen landwirtschaftlichen Einkommen sind.

Die Diversifizierung kann Landwirten und Landwirtinnen helfen, indem sie ihr Einkommen aus der Landwirtschaft stabilisiert oder erhöht und Arbeitsplätze schafft. Durch nichtlandwirtschaftliche Aktivitäten wie Freizeit, Tourismus, wertschöpfende Verarbeitung, Einzelhandel, Haus- und Grundstücksvermietung oder erneuerbare Energien trägt sie zur lokalen Wirtschaft bei. Die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch Diversifizierung kann jedoch beeinträchtigt werden. Faktoren wie schwache Immobilienmärkte, Abgeschiedenheit, geringerer Tourismus, Betriebsgröße, Finanzierung, organisatorische Bereitschaft, Arbeitskräftemangel, Saisonabhängigkeit oder Konflikte mit der landwirtschaftlichen Kerntätigkeit können die Möglichkeiten einzelner Betriebe einschränken.

Die GAP kann durch produktive (landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung, Forstwirtschaft, Förderung anderer nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten) und nichtproduktive Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe, einschließlich der Entwicklung kurzer Lieferketten und lokaler Lebensmittelsysteme, zur Diversifizierung beitragen. Die GAP unterstützt auch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Diversifizierung von Unternehmen auf andere Weise, unter anderem durch Kooperationsmaßnahmen wie LEADER und EIP. Die Unternehmensentwicklung kann auch durch landwirtschaftliche Beratungsdienste oder differenzierte Fördersätze für Investitionen kleiner landwirtschaftlicher Betriebe unterstützt werden. Viele Mitgliedstaaten sehen höhere Fördersätze für kleine landwirtschaftliche Betriebe vor, vor allem für produktive und nichtproduktive Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe sowie für Investitionen in die Verarbeitung/Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und für die Diversifizierung in nichtlandwirtschaftliche Bereiche.

Das Hauptziel dieser TG besteht darin, zu ermitteln, welche Lehren aus den derzeitigen Ansätzen gezogen werden können und wie politische Maßnahmen und Fördermechanismen besser auf die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch Diversifizierung zugeschnitten werden können.

Ziele

Um dies zu erreichen, verfolgt die TG folgende Ziele:

  • Untersuchung der Chancen und Herausforderungen für die Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb in der EU;
  • Austausch von Beispielen, die die Erfolgsfaktoren für eine wirksame Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb veranschaulichen;
  • Bewertung der Effektivität der aktuellen GAP-Maßnahmen und der allgemeinen politischen Maßnahmen/politischen Instrumente zur Unterstützung der Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb;
  • Ermittlung von Möglichkeiten zur Stärkung der Rolle der GAP bei der Diversifizierung im landwirtschaftlichen Betrieb.

Die TG wird aus einer kleinen Gruppe (ca. 40 Personen) informierter und engagierter Interessenvertreter bestehen, darunter landwirtschaftliche Betriebe, Bauernverbände, Unternehmer aus dem ländlichen Raum, landwirtschaftliche Berater, Verwaltungsbehörden, Zahlstellen, nationale Netzwerke, Forscher und lokale Aktionsgruppen sowie andere relevante Interessenvertreter. Die Teilnehmer verpflichten sich, an zwei Sitzungen und damit verbundenen Aktivitäten teilzunehmen, um vielfältige Perspektiven und aktive Beiträge zur Erreichung der Ziele der TG zu gewährleisten.

  • Die 1. Tagung findet persönlich in Brüssel, Belgien, am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, statt.
  • Die 2. Tagung findet persönlich außerhalb von Brüssel (Ort wird noch festgelegt) am Mittwoch, dem 29. April 2026, statt.

Die Teilnahme an diesen Sitzungen ist kostenlos. Für die persönlichen Treffen können jedoch nur die Reise- und Unterbringungskosten für TG-Mitglieder übernommen werden, die Landwirte, Landwirteorganisationen, lokale Aktionsgruppen von LEADER, europäische und nationale Nichtregierungsorganisationen sowie Forscher/Universitäten vertreten. Alle anderen TG-Mitglieder müssen ihre Reise- und Unterkunftskosten selbst tragen.

Die Treffen werden in englischer Sprache ohne Dolmetscherdienste abgehalten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an thematicgroup4@eucapnetwork.eu.

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