Good Practice - Project

Die GAP trägt zur Verringerung der Hochwasserrisiken in ländlichen Gebieten in Deutschland bei.

Schutz von landwirtschaftlichen Betrieben und anderen ländlichen Grundstücken vor Hochwasserrisiken durch die Verstärkung von Flussufern in Deutschland.
  • GAP-Implementierung
  • - Programming period: 2023-2027
    Herzberg, Deutschland
    - Programming period: 2023-2027
    Herzberg, Deutschland

    General information

    Beneficiary type
    • Public authority / body
    CAP specific objective
    • SO6. Biodiversity and farmed landscapes
    Intervention type
    • Art. 73-74 – INVEST

    Summary

    GAP-Mittel können zur Unterstützung von Hochwasserschutzmaßnahmen eingesetzt werden, beispielsweise zum Bau und zur Modernisierung von Uferinfrastrukturen durch die Sicherung, Stabilisierung, Erhöhung und Instandsetzung von Deichen. Die Bewirtschaftung von Waldflächen entlang von Flussufern und die Einrichtung von Pufferzonen sind weitere Optionen, die für eine Finanzierung aus dem GAP in Frage kommen. Zwischen 2010 und 2013 wurde die deutsche Stadt Herzberg von zwei großen Überschwemmungen heimgesucht, die deutlich machten, dass die kommunalen Hochwasserschutzsysteme und die bestehenden Deiche nicht mehr zweckmäßig waren.

    Mittel aus der GAP trugen zur Deckung der Kosten für Sanierungsarbeiten bei, die im Rahmen eines umfassenderen territorialen Hochwasserschutzplans konzipiert wurden. Die Kofinanzierung dieser Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des ländlichen Raums erfolgte aus dem deutschen Bundeshaushalt für die Gemeinsame Agrar- und Küstenschutzstruktur (GAK). Naturschutzaspekte wurden berücksichtigt.

    Die wichtigsten Maßnahmen umfassten das Einrammen großer Metallspundwände in den Boden mit Spezialgeräten. Die Wirksamkeit dieses Projekts wird anhand seiner Fähigkeit bewertet, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Nachhaltigkeit herzustellen.

    Results

    • Ein 600 m langer Deichabschnitt südlich des Elsterwehrs bis zur Stadtgrenze und ein 1 km langer Deichabschnitt nördlich der Bundesstraße B87 wurden nach umfangreichen Tests und Planungen saniert.
    • Die beiden Bauprojekte sorgten ab Anfang 2025 für den Hochwasserschutz im Gebiet Herzberg (Elster).
    • Die Hochwasserschutzsysteme wurden verbessert und die innere Struktur der Deiche mit Spundwänden verstärkt.
    • Naturschutzaspekte wurden während des gesamten Projektlebenszyklus berücksichtigt.

    Kontext

    Überschwemmungen können für den Agrar- und Lebensmittelsektor sowie für ländliche Gemeinden in EU-Regionen, in denen klimatische Schwankungen diese Risiken noch verstärken, eine erhebliche Bedrohung darstellen. Um diese Gefahren zu mindern, bietet die GAP Möglichkeiten zur Finanzierung von Schutzmaßnahmen gegen klimabedingte Gefahren wie Überschwemmungen.

    Die GAP-Mittel können zur Unterstützung von Techniken wie dem Bau und der Modernisierung von Uferinfrastrukturen durch die Sicherung, Stabilisierung, Erhöhung und Instandsetzung von Deichen verwendet werden. Die Bewirtschaftung von Waldflächen entlang von Flussufern und die Einrichtung von Pufferzonen sind weitere Optionen, die für eine Finanzierung aus der GAP in Frage kommen – insbesondere wenn die Vorteile der Bodenretention auch Biodiversität fördern und zur Widerstandsfähigkeit des Ökosystems gegenüber Überschwemmungen beitragen. Durch Investitionen in diese Maßnahmen kann das ländliche Europa Landschaften schaffen, die besser dafür gerüstet sind, bei starken Regenfällen überschüssiges Wasser aufzunehmen.

    Deutsche Flussgebiete sind nach wie vor Hochwasserschäden ausgesetzt, die Ernten und Eigentum beeinträchtigen. Zwischen 2010 und 2013 kam es in der östlichen Stadt Herzberg zu zwei großen Überschwemmungen, was darauf hindeutet, dass die kommunalen Hochwasserschutzsysteme und die bestehenden Deiche nicht den erforderlichen Anforderungen entsprachen. Die Hauptschwächen waren die Deichhöhen, Versickerungen auf dem Land und Schäden durch alte Baumwurzeln. Die Regierung erstellte neue Hochwasserschutzpläne, um die Risiken im gesamten Flussgebiet besser zu bewältigen.

    In Herzberg waren Sanierungsarbeiten erforderlich, die Teil eines strategischen Hochwasserschutzplans für Bad Liebenwerda, Elsterwerda, Senftenberg und die Schwarze Elster waren. Die Kofinanzierung für diese Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des ländlichen Raums erfolgte aus dem deutschen Staatshaushalt für GAK. Naturschutzaspekte mussten bereits in der Vorplanungsphase des Herzberg-Projekts berücksichtigt werden.

    Ziele

    Die GAP-Finanzierung für das Hochwasserschutzprojekt in Herzberg zielte darauf ab, das Land rund um den Fluss besser zu schützen und den bestehenden Charakter der lokalen Siedlungen zu erhalten. Mit der Unterstützung sollten nachhaltige technische Lösungen umgesetzt werden, die Hochwasserrisiken mindern und gleichzeitig natürliche Lebensräume erhalten. Dieser Ansatz würde die Biodiversität schützen und die ästhetische und ökologische Integrität der Flusslandschaft bewahren.

    Ein weiteres Ziel war es, den Hochwasserschutz in das Stadtbild zu integrieren, ohne die historische Architektur oder die Identität der Gemeinde zu beeinträchtigen. Letztendlich wird die Efficacité dieses Hochwasserschutzprojekts daran gemessen, inwieweit es Sicherheit und Nachhaltigkeit in Einklang bringt und eine bessere Koexistenz zwischen menschlicher Besiedlung und natürlichen Wasserwegen fördert.

    Aktivitäten

    In enger Abstimmung mit den lokalen Behörden wurden umfangreiche Tests und Planungen durchgeführt, um die strukturelle Integrität des Projekts und seine Widerstandsfähigkeit gegen Hochwasser sicherzustellen. Da das Projekt in einem Schutzgebiet (Mittellauf der Schwarzen Elster, DE 4446-301) durchgeführt wurde, wurde eine Studie zu den Auswirkungen auf den Lebensraum der Flora und Fauna erstellt.

    Bei der Standortbewertung wurden die bestehenden Bedingungen, einschließlich der Bodenbeschaffenheit und hydrologischer Faktoren, bewertet. Diese Analyse lieferte die Grundlage für die Konstruktionsparameter für die Installation der Spundwand.

    Durch Aushub und Vorbereitung der Umgebung wurde eine stabile Basis für die Spundwände geschaffen.

    Die Hauptmaßnahme bestand darin, die Spundbohlen mit Spezialgeräten in den Boden zu rammen. Durch die Auswahl geeigneter Materialien und Techniken wurden die gewünschte Tiefe und Verriegelungsfähigkeit erreicht, um die Stabilität zu verbessern.

    Schließlich sorgte die Verfüllung um die installierten Spundbohlen herum für eine effektive Lastverteilung und verstärkte die Gesamtfestigkeit des Deiches.

    Wichtigste Ergebnisse

    • Ein 600 m langer Deichabschnitt südlich des Elsterwehrs bis zur Stadtgrenze und ein 1 km langer Deichabschnitt nördlich der B87 wurden nach umfangreichen Tests und Planungen vollständig saniert.
    • Die beiden Bauprojekte sorgten ab Anfang 2025 für den Hochwasserschutz im Gebiet Herzberg (Elster).
    • Die Hochwasserschutzsysteme wurden verbessert und die innere Struktur der Deiche mit Spundwänden verstärkt.
    • Naturschutzaspekte wurden während des gesamten Projektlebenszyklus berücksichtigt.

    Wichtige Erkenntnisse

    • Investitionen in solche Infrastrukturen würden nicht nur die Ernten schützen, sondern auch die langfristige Nachhaltigkeit gewährleisten, indem sie die Bodenerosion und den Nährstoffverlust bei Überschwemmungen minimieren.
    • Die Erhaltung der Lindenallee und anderer Baumbestände entlang der bestehenden Deiche war von entscheidender Bedeutung.
    • Eine regelmäßige Überwachung und Wartung nach der Installation ist unerlässlich, um potenzielle Schwachstellen, die sich im Laufe der Zeit entwickeln können, zu beheben.
    • Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen lokalen Interessenvertretern, darunter Behörden und Landwirtschaftsverbände, können diese Initiativen die kollektive Widerstandsfähigkeit gegen Überschwemmungen in den deutschen Flussgebieten verbessern.
    • Die Einbindung lokaler Interessenvertreter in Planungsprozesse stellt sicher, dass das Kulturerbe respektiert wird und die Entwicklungen den regionalen Werten entsprechen.