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Informationsblatt – Digitale Tools für nachhaltiges Nährstoffmanagement

Alle Informationen aus der Fokusgruppe zu digitalen Tools für ein nachhaltiges Nährstoffmanagement auf einen Blick.

  • 2014-2022
EU CAP Network Factsheet - Digital tools for sustainable nutrient management

Obwohl es auf dem Markt viele digitale Tools für das Nährstoffmanagement gibt, ist die Akzeptanz dieser Tools in Europa noch sehr gering. Um Landwirte für die Nutzung dieser Instrumente zu gewinnen, muss ein Gleichgewicht zwischen einem umfassenden Ansatz und der praktischen Durchführbarkeit gefunden werden. Die Tools müssen sich auf kritische Aspekte konzentrieren und dabei sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele berücksichtigen. Die Landwirte brauchen Tools mit den folgenden Eigenschaften und Funktionen:

  • Benutzerfreundliche Tools mit einfachen Benutzeroberflächen und fortgeschrittener Benutzererfahrung
  • Interoperabilität mit anderen Instrumenten und Datenquellen
  • Flexibilität mit Möglichkeiten zur Anpassung an unterschiedliche landwirtschaftliche Umgebungen und Bedingungen
  • Spezifische Tools, die auf den örtlichen Gegebenheiten basieren
  • Dynamische Entscheidungshilfe, die die Merkmale der aktuellen Anbausaison berücksichtigt (klimatisch, finanziell usw.)
  • Auf der Grundlage zuverlässiger, wissenschaftlich fundierter und veröffentlichter Methoden und Algorithmen
  • Zugang zu öffentlich verfügbaren und relevanten Daten
  • Offline-Versionen für Gebiete mit begrenzter Abdeckung durch Netzwerke

Es wird erwartet, dass die Anforderungen an digitale Tools für die Nährstoffbewirtschaftung steigen werden, was zu immer ausgefeilteren und komplexeren Tools führt, die mehr Daten und technisches Wissen für ihren Betrieb benötigen.

Ideen für Operationelle Gruppen

  • Getreide- und Blattnährstoff-Leistungsvergleich.
  • Erprobung und Austausch von Düngeranalysen: Kombination verschiedener digitaler Werkzeuge für eine präzisere Düngung (einschließlich variabler Ausbringung).
  • Erprobung und Austausch von Erfahrungen bei der Verwendung verschiedener Arten von Bodensensoren in verschiedenen Bodentypen.
  • Beschleunigung der Verfügbarkeit von Nährstoffdaten für bessere Nährstoffmanagementinstrumente.

Forschungsbedarf

  • Entwicklung besserer Methoden zur Bewertung von Bodenqualität/Gesundheit/Eigenschaften im Zusammenhang mit dem Nährstoffmanagement.
  • Fortschrittlichere, ergebnisorientierte Tools für das Nährstoffmanagement, die die Ergebnisse von Bodenprobenahmen vor und nach der Ernte nutzen können, um das Nährstoffmanagementprogramm zu bewerten und in der nächsten Planungsphase zu berücksichtigen.
  • Entwicklung von Tools zur Entscheidungshilfe unter Verwendung digitaler Technologien, die den verfügbaren Wassergehalt und die Verdichtung des Bodens bei der Planung von Nährstoffausbringung und Bewässerung berücksichtigen.
  • Suche nach Möglichkeiten zur besseren Messung und Modellierung von Treibhausgasemissionen, nicht nur auf regionaler, sondern auch auf betrieblicher Ebene, mit spezifischeren und maßgeschneiderten Modellen.
  • Bessere, regelmäßig aktualisierte Tools für das Nährstoffmanagement, die die besonderen Bedürfnisse neuer Pflanzensorten in den Planungsprozess einbeziehen können. Diese Tools sollten nicht nur kulturpflanzenbezogen, sondern auch sortenbezogen sein und die Reaktionskurven für die Nährstoffwirksamkeit dieser Sorten nutzen.
  • Der Stickstoffbedarf in den Rechtsvorschriften sollte unter Berücksichtigung neuer Pflanzensorten, neuer Düngemitteltypen, einer effizienteren Nährstoffbewirtschaftung, moderner landwirtschaftlicher Technologien und höherer Erträge überarbeitet werden.

Alle Informationen der Fokusgruppe zu digitalen Tools für ein nachhaltiges Nährstoffmanagement auf einen Blick.

Letzte Aktualisierung

Ressourcen

Documents

English language

EU CAP Network Factsheet - Digital tools for sustainable nutrient management

(PDF – 3.7 MB – 2 pages)