Der Workshop des EU-GAP-Netzwerks „Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie – Aufwertung von Nebenprodukten aus der Forstwirtschaft“ fand am Mittwoch, den 26. und Donnerstag, den 27. März 2025 in Kouvola (Finnland) statt.
Der Workshop des EU-GAP-Netzwerks „Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie – Valorisierung von Nebenprodukten aus der Forstwirtschaft“ fand am Mittwoch, den 26. und Donnerstag, den 27. März 2025 in Kouvola (Finnland) statt.
Die Frist für die Einreichung von Interessenbekundungen endete am 9. Dezember 2024.
Die Tagesordnung finden Sie unten.
Die Veranstaltungssprache war Englisch.
Hintergrundinformationen
In diesem Workshop wurden Innovationen untersucht, die die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für hochwertige Produkte aus Waldabfällen und -reststoffen unterstützen. Dabei wurden sowohl technologische Fortschritte als auch Innovationen in den Bereichen Governance, Wirtschaft und Genossenschaftsmodelle berücksichtigt. Ziel war es, robuste Wertschöpfungsketten zu unterstützen, die eine gerechte Verteilung der Vorteile für ländliche Gemeinden ermöglichen und eine effektivere zirkuläre Bioökonomie in der Forstwirtschaft fördern.
Der Workshop wurde um drei miteinander verbundene Hauptbausteine herum entwickelt:
- Traditionellere und etabliertere Wertschöpfungsketten, wobei mehrere Beispiele hervorgehoben wurden, wie die Herstellung von Biokohle, Fasern, Mulchmaterial, Pellets oder Holzverbundwerkstoffen, Rohstoffe für die Landwirtschaft, Einarbeitung in den Boden, die Möbelindustrie und verschiedene Arten der Energieerzeugung.
- Neue, innovative Wertschöpfungsketten mit dem Potenzial, einen höheren Mehrwert und eine höhere Kohlenstoffbindung zu generieren, einschließlich der Herstellung von Materialien für die chemische Industrie (einschließlich Biokunststoffe), die Transport- und Lebensmittelindustrie, den Energiesektor und andere.
- Erfahrungen mit Geschäftsmodellen, Governance und Zusammenarbeit, die die Kreislaufwirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen in ländlichen Gebieten unterstützen und gleichzeitig effiziente und nachhaltige Lieferketten und eine gerechte Verteilung der Einnahmen fördern, insbesondere zugunsten von Anbietern und ländlichen Gemeinden.
Ziele
Die spezifischen Ziele des Workshops waren:
- Vorstellung erfolgreicher Initiativen: Dazu können innovative Projekte und Initiativen gehören, die erfolgreich Wertschöpfungsketten für forstwirtschaftliche Nebenprodukte entwickelt oder unterstützt haben, neue Erfahrungen mit der Valorisierung forstwirtschaftlicher Nebenprodukte, die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten, Märkte und Arbeitsplätze im ländlichen Raum sowie Beispiele für Regierungsführung und Zusammenarbeit, die die Rolle von Waldbesitzern, -verwaltern und -bauern in diesen Wertschöpfungsketten stärken.
- Identifizierung und Kartierung der wichtigsten Akteure und Rollen in der Wertschöpfungskette: Identifizierung der wichtigsten Akteure, die an den verschiedenen Wertschöpfungsketten beteiligt sind, ihrer Rollen und ihrer Position innerhalb der Kette. Dabei muss auch die Position und Rolle der ländlichen Gemeinden innerhalb dieser Ketten berücksichtigt werden.
- Diskutieren Sie innovative Praktiken und Wege nach vorn: Identifizieren Sie potenzielle Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb der Wertschöpfungsketten, fördern Sie die zirkuläre Bioökonomie in der Forstwirtschaft und maximieren Sie die Möglichkeiten zur Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung ländlicher Gemeinden (z. B. Stärkung ihrer Position in den Wertschöpfungsketten, Schaffung von Arbeitsplätzen und Märkten usw.).
- Ermittlung von Lücken im aktuellen Wissen und in der Praxis, die die Entwicklung effizienter Wertschöpfungsketten für forstwirtschaftliche Nebenprodukte behindern. Ermittlung und Vorschlag von Bereichen, in denen weitere Forschung und Innovation erforderlich sind, um effiziente und faire Wertschöpfungsketten für hochwertige Forstprodukte aus forstwirtschaftlichen Rückständen und Abfällen zu entwickeln.
- Förderung von Netzwerken und Partnerschaften zwischen Operationellen Gruppen von EIP-AGRI, Horizon Europe-Projekten mit mehreren Akteuren, Branchenakteuren und anderen relevanten Akteuren, um innovative Praktiken und Ideen auszutauschen und die Entwicklung widerstandsfähiger, nachhaltiger biobasierter Wertschöpfungsketten zu unterstützen.
Hauptzielgruppen
Die Veranstaltung richtete sich an alle relevanten Akteure der Wertschöpfungskette. Vorrang hatten Forstverwalter, Waldbesitzer und Landwirte sowie Förster, einschließlich ihrer Genossenschaften und/oder Verbände. Unternehmen und Unternehmer, Berater und Beratungsdienste, Forscher, Industrie und andere Akteure wie lokale und Verwaltungsbehörden waren ebenso willkommen wie alle anderen, die daran interessiert waren, ihr Wissen zum Thema Kreislaufbioökonomie und Verwertung von Nebenprodukten auszutauschen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an workshop.innovation@eucapnetwork.eu.
EIP-AGRI-Challenge-Video
In Finnland zeigt Ari Henttonen, Geschäftsführer von Ecopulp, wie Nebenprodukte der Forstwirtschaft neuen Wert schaffen können. Von recycelten Papierverpackungen, die Kunststoffe ersetzen, bis hin zu „Sämlingspfoten“, die junge Bäume stützen, demonstriert Ecopulp praktische Möglichkeiten zur Nutzung lokaler Rohstoffe und erneuerbarer Energien. Diese Lösungen reduzieren Abfall, stärken die Wertschöpfungsketten der Forstwirtschaft und eröffnen neue Möglichkeiten für den Sektor.
Programme
Agenda - Circular bioeconomy – valorisation of forest by-products
(PDF – 276.14 KB)
Additional info
Venue
Kouvola Finnland
Organiser
EU CAP Network
EU-GAP-Netzwerk
Support
Support Facility for Innovation & Knowledge exchange | EIP-AGRI
EU-GAP-Netzwerk



















