Thematische Wissenszentren der EU

Thematische Wissenszentren der EU

Eine Neuerung im Arbeitsprogramm 2026–2027

Die thematischen Wissenszentren der EU werden auf den Stärken der thematischen und beratenden Netzwerke aufbauen, um den Wissensfluss innerhalb des europäischen AKIS zu verbessern. Sie zielen darauf ab, Informationen zu bestimmten Themen unter den Fachkräften breit zu streuen und so zu einer besser informierten, vernetzten und engagierten AKIS-Gemeinschaft beizutragen.

Die Hubs werden als zentrale Anlaufstellen für wertvolle Inhalte dienen und den Nutzern den Zugang zu thematischen Forschungsergebnissen, innovativen Lösungen, praktischem Wissen und inspirierenden Ideen erleichtern.

Die Wissenszentren werden einen stärkeren Fokus darauf legen, wie Innovationen und Ergebnisse kommuniziert werden, und dabei auf die Bedürfnisse der Fachkräfte zugeschnittene Formate nutzen: Videos, interaktive Workshops und digitale Tools. Über die Sammlung thematischer Ergebnisse hinaus werden sie Dienstleistungen anbieten, die das Netzwerken, den gegenseitigen Austausch und den Wissensaustausch zwischen den verschiedenen AKIS-Akteuren fördern.

Farmer in the field looking at a tablet

Die ersten beiden Hubs werden sich auf die Wettbewerbsfähigkeit von Eiweißpflanzen und nachhaltiges Wassermanagement konzentrieren. Sie werden Ergebnisse aus Horizon-Projekten, EIP-AGRI-Operationellen Gruppen und national finanzierten Projekten aufeinander abstimmen und verknüpfen und so sicherstellen, dass Wissen unter AKIS-Akteuren in ganz Europa geteilt und angewendet wird.

Obwohl die Wissenshubs neu sind, werden sie auf früheren Initiativen und Projekten aufbauen und so die Komplementarität zwischen ihnen gewährleisten.

Das schwedische Wissenszentrum für die Digitalisierung der Landwirtschaft fördert digitale Technologien in der Landwirtschaft. Unter der Leitung der Universität Linköping bringt es Landwirte, Forscher und Technologieunternehmen zusammen, vermittelt Wissen, bietet Beratung an, ermittelt Bedürfnisse, testet Lösungen in landwirtschaftlichen Betrieben und unterstützt EU-Projekte wie Tools4CAP und Farmtopia.

Tablet presenting a digital tool

Beispiele aus EIP-AGRI-Projekten

  • Das Horizon-Europe-Projekt SHERPA hat eine Wissensdatenbank für den ländlichen Raum entwickelt, die den Zugang zu Innovationsergebnissen im ländlichen Raum verbessert.
  • Das Horizon-Europe-Projekt AdvisoryAgriHub bündelt die Ergebnisse von fünf Beratungsnetzwerken (Düngung, Schädlingsbekämpfung, Tierhaltung, Forstwirtschaft, Ökologische Landwirtschaft) auf einer gemeinsamen Plattform.
  • Die EIP-AGRI-Operationelle Gruppe HARMONY ist ein von Landwirten kontrollierter digitaler Knotenpunkt, der Daten zur Tierhaltung für Entscheidungen in Echtzeit und für Innovationen in der Branche integriert.

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