Themengruppe zu den GAP-Strategieplänen: Begleitausschüsse
Diese Themengruppe ermöglichte den Austausch von Erfahrungen bei der Einrichtung und Arbeit von Ausschüssen zur Überwachung der GAP-Strategiepläne, um den Mitgliedstaaten Informationen und Ratschläge für deren wirksame Einrichtung und Funktionsweise zu geben.
Gemäß der EU-Verordnung 2021/2115, in der die Regeln für die Unterstützung der GAP-Strategiepläne festgelegt sind, soll die Überwachung der GAP-Strategiepläne eine gemeinsame Aufgabe der nationalen Verwaltungsbehörde und eines nationalen Überwachungsausschusses sein, wobei letzterer auch für die Überwachung der Wirksamkeit der Umsetzung der GAP-Strategiepläne zuständig ist (einschließlich, falls zutreffend, der Möglichkeit, regionale Überwachungsausschüsse innerhalb eines nationalen Rahmens einzurichten und zusammenzustellen).
Jeder Mitgliedstaat ist verpflichtet, die Geschäftsordnung und die Stellungnahmen des Überwachungsausschusses zu veröffentlichen und über dessen Zusammensetzung zu entscheiden, wobei eine ausgewogene Vertretung der zuständigen Behörden, zwischengeschalteten Stellen und Vertreter der Partner sicherzustellen ist. Weitere Informationen finden Sie im Hintergrundpapier.
Diese Themengruppe (TG) bot die Gelegenheit, eine Auswahl von Interessenvertretern zusammen mit Netzwerkunterstützungsstellen, Verwaltungsbehörden, regionalen Behörden und Zahlstellen, die an der Umsetzung der GAP-Strategiepläne beteiligt sind, zusammenzubringen.
Ziele
Die Ziele dieser Arbeitsgruppe waren:
- Austausch von Erfahrungen bei der Einrichtung und Arbeit der derzeitigen Begleitausschüsse (BA), einschließlich Überlegungen zur Anwendung wichtiger Erkenntnisse aus früheren Programmplanungszeiträumen.
- Ermittlung und Austausch möglicher bewährter Praktiken zu verschiedenen Aspekten der Arbeit der BA (aus dem aktuellen und früheren Programmplanungszeiträumen).
- Verständnis dafür, wie die nationalen Netzwerke die Arbeit der BA wirksam unterstützen können.
- Entwicklung von Schlussfolgerungen, die den Mitgliedstaaten Informationen und Ratschläge für die effektive Einrichtung und Arbeitsweise von MCs liefern.
Aktivitäten
Bei der 1. Tagung der TG (25.09.2023) konzentrierten sich die Mitglieder in ihren Gesprächen auf die Gestaltung und Arbeitsweise von MCs als Teil der umfassenderen Governance der Umsetzung der GAP-Strategieplänen auf verschiedenen Ebenen.
Die Diskussionen in der zweiten Sitzung (25.01.2024) konzentrierten sich auf die Inklusivität der MCs, d. h. darauf, eine angemessene Vertretung aus dem gesamten Spektrum der Landwirtschaft und des ländlichen Raums zu erreichen und sicherzustellen, dass die Mitglieder über ausreichende Kapazitäten verfügen, damit alle Stimmen gehört werden, gleichberechtigt sind und von den MCs als Ganzes geschätzt werden.
Wichtigste Ergebnisse
Die TG-Mitglieder legten ihre Schlussfolgerungen und vorgeschlagenen Maßnahmen in einem Abschlusspapier dar, das alle an der Arbeit der MCs Beteiligten dazu anregen soll, darüber nachzudenken, wie die Umsetzung der GAP-Strategiepläne am besten gestärkt werden kann. Das Papier konzentrierte sich auf die identifizierten Schlüsselthemen, nämlich Umsetzungsansätze, Einbeziehung von Interessenvertretern, regionale MCs und die Rolle nationaler Netzwerke.
Die Mitglieder kamen zu dem Schluss, dass effektive MCs für die erfolgreiche Umsetzung jedes Förderprogramms, insbesondere für solche, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, von entscheidender Bedeutung sind. Im Falle der GAP-Strategiepläne ist es Aufgabe der Verwaltungsbehörden, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich durch die Existenz eines MC bieten, um sicherzustellen, dass die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit von den richtigen Personen auf der richtigen Ebene getroffen und so umgesetzt werden, dass sie den Bedürfnissen aller Beteiligten im GAP-Strategieplan-Ökosystem entsprechen. Zu diesem Zweck sollten die Verwaltungsbehörden auch überlegen, wie das Fachwissen der NNs, der Interessenvertreter, der MC-Mitglieder und der Ministerien am besten einbezogen und genutzt werden kann.
Das Papier bietet auch einen einzigartigen Einblick in die Erfahrungen der Mitgliedstaaten mit den neuen MCs der GAP-Strategiepläne. Es zeigt, dass die TG-Mitglieder der Ansicht waren, dass „in vielen Fällen unklar ist, wie viel Einfluss die Begleitausschüsse auf die Umsetzung der GAP-Strategiepläne haben”. Dennoch waren die Mitglieder der Meinung, dass die MCs mit ihrem vielfältigen Fachwissen und ihren Erfahrungen für ihren Beitrag zur Umsetzung der GAP-Strategiepläne hoch geschätzt wurden. Die Thematische Gruppe widmete auch dem Potenzial einer engeren Zusammenarbeit zwischen nationalen Netzwerken (NN) und MC besondere Aufmerksamkeit, da die NN wertvolle Ressourcen für Öffentlichkeitsarbeit und Kapazitätsaufbauen bieten. Eine weitere wichtige Erkenntnis der Thematischen Gruppe unterstreicht die Vorteile einer Abstimmung der GAP-Strategieplan-MC mit ihren Pendants aus wichtigen EU-Förderprogrammen, wie der Kohäsionspolitik und der Fischereiförderung.
Weitere Informationen
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