Nutzung von Bewertungen zur Verbesserung der Politik sowie für Ex-ante-Bewertungen zur Vorbereitung der nächsten GAP
- Bewertung
- Ex-ante-Bewertung
- GAP-Strategiepläne
- Bewertung
- Bereichsübergreifende Auswirkungen
- Bewertungsergebnisse
- Bewertungspraktiken
Der Workshop hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Bewertungen in die Steuerung einzubinden und zeitnahe Folgemaßnahmen zu ergreifen, um Erkenntnisse in politische Verbesserungen umzusetzen – sowohl für die heutige als auch für die zukünftige GAP.
- Programming period: 2023-2027
- Übergreifende Auswirkungen
Der Bericht stellt die Ergebnisse des 13. Good Practice-Workshops vor, der vom Europäischen Evaluierungs-Helpdesk für die GAP geleitet wurde und sich darauf konzentrierte, wie Bewertungen besser genutzt werden können, um die Umsetzung der aktuellen GAP zu verbessern und Ex-ante-Bewertungen zur Vorbereitung des nächsten Programmplanungszeitraums zu untermauern. Der Workshop fand am 2. und 3. Juni 2026 in Helsinki statt und brachte 76 Teilnehmer aus 26 Mitgliedstaaten zusammen, darunter Verwaltungsbehörden, Evaluatoren, GAP-Netzwerke, Zahlstellen sowie Vertreter der Europäischen Kommission (GD AGRI).
Die Diskussionen wurden durch Beiträge mehrerer Referenten bereichert, darunter Eduardo Serrano-Padial von der GD AGRI, der Einblicke darin gab, wie Bewertungsergebnisse innerhalb der Kommission genutzt werden, um sowohl die aktuelle Politikumsetzung als auch die künftige Politikgestaltung zu unterstützen. Marili Parissaki vom Evaluierungs-Helpdesk präsentierte analytische Erkenntnisse darüber, wie die Mitgliedstaaten die Empfehlungen aus Bewertungen umsetzen. Referenten aus der gesamten EU tauschten nationale Erfahrungen aus, darunter Jurgita Pugačiauskaitė-Butrimienė (Litauen), Katarina Carthew (Schweden), Eero Pehkonen und Tapio Salo (Finnland), Attila Nagy (Ungarn) sowie Franz Sinabell (Österreich), die konkrete Ansätze zur Einbettung von Bewertungen in die Politikgestaltung veranschaulichten.
Während der Diskussionen betonten die Teilnehmer, dass der Wert von Bewertungen nicht nur in der Gewinnung von Erkenntnissen liege, sondern auch darin, sicherzustellen, dass die Ergebnisse während des gesamten Politikzyklus effektiv genutzt werden.
Am ersten Tag konzentrierten sich die Teilnehmer auf die Erörterung der Frage, wie Bewertungsergebnisse zur Verbesserung der Politik im laufenden Programmplanungszeitraum genutzt werden können. In der Arbeitsgruppe wurde hervorgehoben, dass Bewertungsergebnisse nur dann zur Verbesserung der Politik beitragen, wenn sie klar, glaubwürdig und relevant sind. Die frühzeitige Einbindung von Evaluatoren und politischen Entscheidungsträgern, einschließlich der Erörterung von Zwischenergebnissen, wurde als bewährte Praktik identifiziert, um die Verwertbarkeit der Ergebnisse zu verbessern.
Eine weitere zentrale Schlussfolgerung betraf die Bedeutung formeller Folgemaßnahmen. Die Einbettung der Bewertung in Governance-Systeme stellt sicher, dass die Ergebnisse systematisch weiterverfolgt und Maßnahmen ergriffen werden. Zu den während des Workshops diskutierten Beispielen zählen Systeme zur Nachverfolgung von Empfehlungen, Reaktionen der Verwaltung sowie ein strukturierter Dialog zwischen Evaluatoren und politischen Entscheidungsträgern. Diese Ansätze tragen dazu bei, die Bewertung zu einem festen Bestandteil der Entscheidungsfindung zu machen und nicht nur zu einer einmaligen Berichterstattung.
Trotz dieser positiven Praktiken wurden im Rahmen des Workshops mehrere anhaltende Herausforderungen identifiziert. Dazu zählen Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Kausalität, insbesondere wenn mehrere Faktoren die Ergebnisse beeinflussen, sowie Herausforderungen bei der Vermittlung komplexer Ergebnisse in einer umsetzbaren Form.
Am zweiten Tag konzentrierten sich die Teilnehmer auf die Nutzung von Bewertungen zur Vorbereitung der künftigen GAP. Bewertungsergebnisse können zur Erstellung von Szenarien oder zur Modellierung politischer Optionen beitragen.
Mit Blick auf den nächsten Programmplanungszeitraum betonte der Workshop, dass die Mitgliedstaaten dazu ermutigt werden, systematisch auf Bewertungsergebnisse aus aktuellen und früheren Zeiträumen zurückzugreifen, um Bedarfsanalysen, die Konzeption der Logik der Interventionen und strategische Entscheidungen für den Zeitraum nach 2027 zu untermauern. Um ihren Nutzen zu maximieren, sollten Bewertungsergebnisse und gewonnene Erkenntnisse sowohl aus dem aktuellen als auch aus früheren Programmplanungszeiträumen systematisch überprüft und in die Programmvorbereitung integriert werden.
Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass eine effektive Nutzung von Bewertungen glaubwürdige Belege, eine klare Steuerung und einen kontinuierlichen Austausch zwischen Evaluatoren und politischen Entscheidungsträgern erfordert.
Die Vielfalt der von Referenten und Teilnehmern geteilten Erfahrungen bestätigte, dass der Austausch unter Fachkollegen nach wie vor unerlässlich ist, um die Bewertungspraktiken zu stärken und eine Kultur der evidenzbasierten Politikgestaltung in der gesamten GAP zu fördern.
Author(s)
European Evaluation Helpdesk for the CAP