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Das Wesentliche messen – Ansätze zur Verrechnung der Auswirkungen der GAP

Der Bericht fasste die Diskussionen zusammen, die während des Workshops vom 16. bis 17. Oktober 2025 in Bukarest, Rumänien, stattfanden, um Ansätze zur Verrechnung der Auswirkungen der GAP auszutauschen.

  • Romania
  • Programming period: 2023-2027
  • Cross-cutting impacts
Event report - Measuring what matters – Approaches to netting out CAP impacts

Dieser vom EU-GAP-Netzwerk mit Unterstützung des European Evaluierungs-Helpdesk for the CAP organisierte Good Practice Workshop konzentrierte sich darauf, Kapazität aufzubauen, praktische Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit zwischen den an der Bewertung beteiligten Interessenvertretern zu fördern, um methodische und praktische Herausforderungen bei der Bewertung der Nettoauswirkungen von GAP-Maßnahmen anzugehen.

Der Workshop begann mit einer Untersuchung der Gründe für die Nettoberechnung der GAP-Auswirkungen, wobei die Notwendigkeit betont wurde, politikbedingte Auswirkungen von allgemeineren wirtschaftlichen oder ökologischen Trends zu unterscheiden. Dies ist unerlässlich, um den tatsächlichen Wert und die Kosteneffizienz der GAP-Maßnahmen gemäß den EU-Vorschriften nachzuweisen.

Der Workshop unterstrich, dass robuste Methoden und hochwertige Daten für eine zuverlässige Bewertung von grundlegender Bedeutung sind, wobei kontrafaktische und ökonometrische Techniken wie Propensity Score Matching, Difference-in-Differences und Dosis-Wirkungs-Funktionen als wichtige Instrumente hervorgehoben wurden.

Simone Severini von der Universität Tuscia (Italien) leistete zwei wichtige Beiträge. In seinem ersten Vortrag konzentrierte er sich auf die Verwendung kontrafaktischer Bewertungen zur Isolierung der Auswirkungen von GAP-Maßnahmen und hob dabei die Bedeutung von Kausalität, Datenqualität und kontextbezogener Methodenauswahl hervor. In seinem zweiten Vortrag konzentrierte er sich auf die Messung der Schwankungen des landwirtschaftlichen Einkommens und die stabilisierende Rolle der GAP-Unterstützung und erörterte die Vorzüge und Grenzen verschiedener Analysemethoden.

Carl Strömberg vom schwedischen Landwirtschaftsministerium hielt einen Vortrag über die Anwendung von Dosis-Wirkungs-Ansatz zur Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher Förderungsniveaus auf das landwirtschaftliche Einkommen unter Verwendung schwedischer Daten aus dem Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB). Die vorgestellten Ergebnisse zeigten, dass moderate Förderungsniveaus die stärksten Einkommenszuwächse erzielten, während sowohl niedrige als auch hohe Intensitäten nur begrenzte oder sogar negative Auswirkungen hatten.

Philipp Mennig von der Technischen Universität München (Deutschland) stellte eine Fallstudie zur Wasserqualität in Bayern vor, in der er Propensity-Score-Matching- und Differenz-in-Differenzen-Methoden kombinierte, um die Auswirkungen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen auf die Verringerung der Brutto-Stickstoffbilanz zu bewerten.

Luigi Biagini, ebenfalls von der Universität Tuscia (Italien), diskutierte die Messung und Bewertung der Verteilung der GAP-Förderung, stellte Ungleichheitsmaße wie den Gini-Index und Quantilverhältnisse vor und präsentierte Erkenntnisse aus Italien zu den Auswirkungen der jüngsten GAP-Reformen.

Abschließend gab Alice Devot vom Europäischen Evaluierungs-Helpdesk für die GAP einen Überblick über technische Leitlinien und Ressourcen zur Ermittlung von GAP-Wirkungsindikatoren, die auf der Website des EU-GAP-Netzwerks verfügbar sind.

Die Teilnehmer stellten fest, dass die Auswahl der Methoden von klaren Fragen der Bewertung und -zielen geleitet werden sollte und nicht allein von der Verfügbarkeit von Daten. Die Kombination mehrerer methodischer Ansätze kann die Robustheit erhöhen, erfordert aber auch mehr Ressourcen und technisches Fachwissen.

Während des Workshops wurden mehrere wiederkehrende Herausforderungen identifiziert: methodische Probleme, insbesondere die Schwierigkeit, Kausalitäten festzustellen, und das Fehlen von Kontrollgruppen für Direktzahlungen; Datenverfügbarkeit und -qualität, einschließlich Interoperabilität und Aktualität; begrenzte Bewertungskapazitäten und technisches Fachwissen (in einigen Mitgliedstaaten); sowie Kommunikationsprobleme bei der Übersetzung technischer Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit.

Bei der Erörterung möglicher Lösungen schlugen die Teilnehmer vor, alternative Methoden zu verwenden, wenn Kontrollgruppen nicht realisierbar sind, eine Triangulation durch die Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze zu nutzen, eine zeitnahe Datenbereitstellung zu fördern und den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität bei der Anpassung der Methoden an lokale Gegebenheiten einzuräumen.

Die Bedeutung von Zusammenarbeit, Kapazitätsaufbau und gemeinsamem Lernen wurde als Mittel zur Stärkung der Bewertungspraktiken und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit und Qualität der GAP-Folgenabschätzungen in den Mitgliedstaaten hervorgehoben. Eine wirksame Kommunikation der Bewertungsergebnisse wurde ebenfalls als entscheidend für die Unterstützung einer evidenzbasierten Politikgestaltung identifiziert.

Author(s)

EU CAP Network supported by the European evaluation Helpdesk for the CAP

Ressourcen

Documents

English language

Event report - Measuring what matters – Approaches to netting out CAP impacts

(PDF – 3.9 MB – 17 pages)