Bewertung des Subventionsprogramms für allgemeine Wetterversicherungen
- Bewertung
- Umwelt
- Landwirtschaftliche Produktivität
- Klima und Klimawandel
- Bewertung
- Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Bewertung blickt auf 13 Jahre Klimarisikoversicherung für niederländische Landwirte und beurteilt, ob das Programm in Bezug auf Widerstandsfähigkeit, Effizienz und Unabhängigkeit erfolgreich war.
- Netherlands
- Programming period: 2014-2022
- Environmental impacts
Das umfassende Wetterversicherungssystem (BWV) wurde 2010 in den Niederlanden eingeführt, um Landwirt:innen finanziellen Schutz vor Schäden durch extreme Wetterereignisse wie Dürre, Hagel und Überschwemmungen zu bieten. Es ersetzte das bisherige System unvorhersehbarer, ad hoc gewährter staatlicher Entschädigungen. Um das System zugänglicher zu machen, übernahm die Regierung einen erheblichen Teil der Versicherungsprämie, und im Jahr 2020 wurde eine Befreiung von der Versicherungssteuer (ASB) eingeführt, um die Kosten für Landwirt:innen weiter zu senken. Im Jahr 2024 gaben das Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV) und das Finanzministerium eine abschließende Bewertung in Auftrag, um die Leistung und zukünftige Relevanz sowohl der BWV als auch der ASB-Befreiung zu untersuchen.
Ziel der Bewertung war es, die Wirksamkeit, Effizienz und Reichweite der BWV und der damit verbundenen Versicherungssteuerbefreiung ASB im Zeitraum 2010-2022 zu bewerten und politische Optionen für die Zeit nach 2024 zu untersuchen. Der Umfang umfasste sowohl eine Ex-post-Bewertung, bei der untersucht wurde, wie gut das System seit seiner Einführung funktioniert hat, als auch eine Ex-ante-Bewertung, bei der geprüft wurde, ob das System in Zukunft ohne staatliche Unterstützung funktionieren könnte oder ob alternative Instrumente besser geeignet wären. Die Bewertung sollte als Grundlage für die künftige Politik zum Risikomanagement in der Landwirtschaft dienen und die Rechenschaftspflicht gegenüber dem niederländischen Parlament gewährleisten.
Die Bewertung erfolgte anhand eines gemischten Ansatzes, der Sekundärforschung, quantitative Datenanalyse und Expert:inneninterviews kombinierte. Die Sekundärforschung umfasste die Auswertung von politischen Dokumenten, historischen Daten zum BWV, Versicherungsbedingungen und internationalen Vergleichen. Die quantitative Analyse wurde anhand von Daten aus der niederländischen „Gecombineerde opgave” und dem Farm Accountancy Data Network durchgeführt, um die Akzeptanz, die Auswirkungen auf das Einkommen und die Risikoprofile zu bewerten. Darüber hinaus wurden Simulationen durchgeführt, um die finanzielle Widerstandsfähigkeit unter verschiedenen Wetterszenarien zu bewerten. Expert:inneninterviews lieferten praktische Einblicke von Interessenvertreter:innen, darunter Versicherungen, politische Entscheidungsträger:innen und Branchenvertreter:innen.
Die Bewertung kommt zu dem Schluss, dass die BWV weitgehend wirksam und effizient ist. Sie verbessert die finanzielle Widerstandsfähigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben, die von extremen Wetterbedingungen betroffen sind, verringert die Abhängigkeit von Ad-hoc-Entschädigungen durch die Regierung und verursacht nur geringe Verwaltungskosten. Das System kommt vor allem größeren und risikoreicheren Betrieben wie Obstbauern und -bäuerinnen zugute und verzeichnete nach der Einführung der Versicherungssteuerbefreiung (ASB) im Jahr 2020 einen deutlichen Anstieg der Inanspruchnahme. Im Rahmen der Ex-ante-Analyse wurde untersucht, ob alternative politische Instrumente bessere Ergebnisse erzielen könnten. Es wurde festgestellt, dass keine der untersuchten Alternativen realistischerweise die gleichen Ziele wie das derzeitige System erreichen könnte. Das BWV ist jedoch weiterhin auf staatliche Unterstützung angewiesen, und das ursprüngliche politische Ziel eines sich selbst tragenden Versicherungsmarktes ist noch nicht verwirklicht worden. Die Bewertung empfiehlt daher, das System als strukturelle Komponente fortzuführen.
Author(s)
Bart Witmond, Jelmer Schreurs, Hannah Schütte, Elvira Meurs, Marcel van Asseldonk, Harold van der Meulen, Ruud van der Meer