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Bewertung der Maßnahme „Gründung von Erzeugergemeinschaften und -organisationen“ in Polen

Diese Zwischenbewertung untersucht, inwiefern die Förderung von Erzeugergemeinschaften und -organisationen im Rahmen der polnischen Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLRs) 2014–2020 zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte beigetragen hat, hebt positive wirtschaftliche Auswirkungen hervor und weist zugleich auf strukturelle und methodische Einschränkungen hin.

  • Polen
  • Programming period: 2014-2022
  • Sektorspezifische Auswirkungen
Ewaluacja działania tworzenie i rozwój grup producentów i organizacji producentów rolnych finansowanych  w ramach PROW 2014-2020

Diese vom Polnischen Institut für Agrar- und Lebensmittelökonomie – Nationales Forschungsinstitut durchgeführte Bewertung bewertet die Umsetzung und die Ergebnisse der Förderung zur Gründung und Entwicklung von landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaften und -organisationen (Maßnahme 9) im Rahmen des polnischen Programms zur Entwicklung des ländlichen Raums 2014–2020. Sie deckt den Zeitraum 2016–2022 ab und spiegelt die Verfügbarkeit der polnischen INLB-Paneldaten wider. Die Maßnahme trägt zum Schwerpunktbereich (FA) 3A bei, der darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Erzeuger durch eine bessere Integration in die Agrarlebensmittel- und Lieferketten zu verbessern.

Die Bewertung untersucht, ob die gewährte öffentliche Förderung den Bedürfnissen der Landwirte entsprach und inwieweit die beabsichtigten Ergebnisse erreicht wurden, wobei die Wirksamkeit, Relevanz und Kohärenz der Maßnahme bewertet werden. Sie deckt alle Regionen Polens ab, wobei den anerkannten Gruppen für pflanzliche und tierische Erzeugnisse besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz angewendet. Die quantitative Analyse basiert auf einer kontrafaktischen Analyse unter Verwendung von Propensity-Score-Matching (PSM) auf der Grundlage polnischer INLB-Paneldaten (2016–2022), unterstützt durch Verwaltungsdaten aus EPLR-Anträgen. Gepaarte Gruppen von geförderten und nicht geförderten Betrieben werden verglichen, um den durchschnittlichen Behandlungseffekt auf die behandelte Gruppe (ATT) für Schlüsselvariablen wie Produktionswert, Kosten, Brutto- und Nettowertschöpfung, landwirtschaftliches Einkommen und Rentabilität zu schätzen. Qualitative Erkenntnisse werden aus den Anträgen der Begünstigten gewonnen, um die Merkmale der Teilnehmer und kontextuelle Faktoren zu erfassen.

Mehrere Einschränkungen beeinträchtigten die Robustheit der Ergebnisse. Dazu gehören eine begrenzte Datenaufschlüsselung, kurze Zeitreihen, fehlende Kontrolle externer Einflüsse sowie finanzielle und analytische Einschränkungen für eine umfassendere Modellierung. Die Zielgruppen sind heterogen, insbesondere im Tierhaltungssektor, und eine Subgruppenanalyse war aufgrund der geringen Stichprobengrößen nicht möglich. Trotz Bemühungen zur Verbesserung der Abgleichqualität blieben einige statistisch signifikante Unterschiede zwischen den behandelten und den Kontrollgruppen bestehen (z. B. Bodenqualitätsindex, Eigenarbeitsaufwand), und eine weitere Modellverfeinerung führte nicht zu einer Verbesserung des Gleichgewichts.

Die Ergebnisse deuten auf einen positiven wirtschaftlichen Effekt der Teilnahme an Erzeugergemeinschaften und -organisationen hin. Bei den geförderten Betrieben zeigten sich Steigerungen bei Produktionswert, Brutto- und Nettowertschöpfung, landwirtschaftlichem Einkommen und Rentabilität. Bei Gruppen für tierische Erzeugnisse war die Teilnahme aufgrund erweiterter Aktivitäten mit höheren Kosten (ca. +10,5 %) verbunden, dies ging jedoch mit einer verbesserten Effizienz und Einkommenswachstum einher. Maßnahme 9 trug zu FA 3A bei, indem sie die Integration der Landwirte in die Lieferkette stärkte und ihre wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit verbesserte.

Es wurden jedoch strukturelle Herausforderungen festgestellt. Die auf fünf Jahre angelegte, umsatzbasierte Förderung (die von 10 % im ersten Jahr auf 6 % im fünften Jahr abnimmt) verringert die Wirksamkeit im Laufe der Zeit, schränkt die Gründung neuer Gruppen ein und wirft Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit nach Auslaufen der Förderung auf. Viele Organisationen sehen sich nach Auslaufen der Finanzierung mit betrieblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Bericht empfiehlt daher, den Förderzeitraum (z. B. um zwei Jahre) zu verlängern, um eine Konsolidierung zu ermöglichen und Widerstandsfähigkeit gegenüber Marktschocks aufzubauen, sowie eine Vorzugsbehandlung einzuführen (z. B. zusätzliche Punkte oder höhere Fördersätze).

Insgesamt bestätigt die Bewertung positive wirtschaftliche Auswirkungen, identifiziert jedoch auch Einschränkungen in der Programmgestaltung und Datenlücken. Sie unterstreicht die Notwendigkeit einer längerfristigen Unterstützung und einer verbesserten Zielausrichtung, um eine Nachhaltige Entwicklung der Erzeugergemeinschaften über den Förderzeitraum hinaus sicherzustellen.

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Polish language

Ewaluacja działania tworzenie i rozwój grup producentów i organizacji producentów rolnych finansowanych w ramach PROW 2014-2020

(PDF – 1.75 MB – 67 pages)