Bewertung der grünen Architektur der GAP-Strategiepläne
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- Bewertungspraktiken
Die Leitlinien für die Bewertung der grünen Architektur der GAP-Strategiepläne legen den Schwerpunkt auf die Bewertung der kombinierten Auswirkungen und Widersprüche der verschiedenen Instrumente, die zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele der GAP entwickelt wurden.
- Programming period: 2023-2027
- Umweltauswirkungen
Dieser umfassende Leitfaden wurde im Rahmen der thematischen Arbeitsgruppe „Bewertung von Umwelt- und Klimaschutzarchitektur” entwickelt, die vom EU-GAP-Netzwerk mit Unterstützung des Evaluierungs-Helpdesks für die GAP zwischen März und Dezember 2025 organisiert wurde. Das Hauptziel dieser thematischen Arbeitsgruppe bestand darin, den Verwaltungsbehörden (VBs) und Evaluatoren Leitlinien für die Bewertung der Leistung der grünen Architektur auf Ebene der Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Bewertungskriterien Kohärenz, Wirksamkeit und Effizienz an die Hand zu geben.
Die grüne Architektur bezieht sich auf die Reihe von Maßnahmen und Instrumenten, die von den Mitgliedstaaten zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele der GAP entwickelt wurden, insbesondere der in den spezifischen Zielen (SO) 4 (Klimaschutz), SO5 (natürliche Ressourcen) und SO6 (Biodiversität) formulierten Ziele. Die Leitlinien sollen den Verwaltungsbehörden und Evaluatoren dabei helfen, zu beurteilen, wie diese Instrumente in Kombination zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele beitragen und wie ihr Zusammenspiel optimiert werden kann, um eine größere politische Wirkung zu erzielen.
Die an der thematischen Arbeitsgruppe beteiligten Experten stellten fest, dass es weder ein einheitliches Konzept für die grüne Architektur in den Mitgliedstaaten noch eine einzige vorgeschriebene Methode zur Bewertung ihrer Leistung gibt. Jeder Mitgliedstaat verfügt über einen erheblichen Spielraum bei der Auswahl und Kombination von GAP-Instrumenten wie guten landwirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen (GAEC), Öko-Regelungen, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AECM), sektoralen Interventionen und verschiedenen anderen, um seinen besonderen Umwelt- und Klimaproblemen zu begegnen.
Der in den Leitlinien vorgeschlagene Rahmen der Bewertung gliedert sich in drei Kernkriterien: Wirksamkeit, Kohärenz und Effizienz. Die Wirksamkeit bezieht sich darauf, inwieweit die grüne Architektur als Instrumentarium die beabsichtigten Umwelt- und Klimaziele erreicht. Die Kohärenz untersucht, wie gut die Instrumente intern (innerhalb der grünen Architektur), mit anderen GAP-Interventionen und mit externen EU- und nationalen Umweltvorschriften zusammenwirken. Die Effizienz bewertet, ob die Ergebnisse zu angemessenen Kosten erzielt werden, wobei sowohl die direkte Unterstützung der Begünstigten als auch die Verwaltungslast für Behörden und Landwirte berücksichtigt werden.
Eine wichtige Schlussfolgerung der Leitlinien lautet, dass eine solide Bewertung der grünen Architektur über die Bewertung einzelner Ziele oder Instrumente hinausgehen muss. Stattdessen sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, der die Wechselwirkungen zwischen den Maßnahmen erfasst, Synergien und Kompromisse identifiziert und den breiteren politischen Kontext berücksichtigt, einschließlich der Verbindungen zu anderen EU-Umweltvorschriften wie der Wasserrahmenrichtlinie, der Habitat- und der Vogelschutzrichtlinie sowie dem EU-Klimagesetz. Die Leitlinien enthalten detaillierte methodische Empfehlungen, darunter die Verwendung von Interventionslogikmodellen, die Auswahl von Indikatoren und die Verwendung von Daten.
Die Leitlinien heben auch die Bedeutung des Zeitpunkts und der Abfolge von Bewertungen hervor. Sie empfehlen, Bewertungen der grünen Architektur gegen Ende des Programmplanungszeitraums durchzuführen, wenn ausreichende Umsetzungsdaten vorliegen, und weisen auch auf den Wert früherer Bewertungen für künftige politische Anpassungen hin. Das Dokument fördert einen „Pick-and-Mix”-Ansatz, der es den Verwaltungsbehörden und Evaluatoren ermöglicht, den Umfang und die Tiefe ihrer Bewertungen an die nationalen Gegebenheiten und die verfügbaren Ressourcen anzupassen.
Die wichtigste Schlussfolgerung lautet, dass die Wirksamkeit der grünen Architektur der GAP nicht nur von der Gestaltung und Umsetzung einzelner Instrumente abhängt, sondern vor allem von ihrer kombinierten und kohärenten Anwendung. Die Bewertungen sollten sich daher auf die Leistung der grünen Architektur auf Systemebene konzentrieren und untersuchen, wie die Instrumente zusammenwirken, um Umwelt- und Klimavorteile zu erzielen, und wie diese Wechselwirkungen optimiert werden können, um eine größere Wirkung und Effizienz zu erzielen. Die Leitlinien bieten einen flexiblen Rahmen für solche Bewertungen und zielen darauf ab, kontinuierliches politisches Lernen und Verbesserungen zu unterstützen und letztlich den Beitrag der GAP zu den Umwelt- und Klimazielen der EU zu verbessern.
Author(s)
European Evaluation Helpdesk for the CAP