EU-GAP-Netzwerk-Seminar „Vorführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben für Peer-to-Peer-Lernen und Innovation“
Dieser Bericht präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des EU-GAP-Netzwerk-Seminars „Vorführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben für Peer-to-Peer-Lernen und Innovation“, das am 17. und 18. Juni 2025 in Mestre, Venedig, Italien, stattfand.
- Programming period: 2023-2027
- Übergreifende Auswirkungen
Dieser Bericht präsentiert die Ergebnisse des EU-GAP-Netzwerk-Seminars „Vorführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben für Peer-to-Peer-Lernen und Innovation”, das vom 17. bis 18. Juni 2025 in Mestre, Venedig, Italien, stattfand.
Das Seminar wurde vom EU-GAP-Netzwerk in Zusammenarbeit mit der Region Venetien und dem italienischen GAP-Netzwerk organisiert und versammelte 179 Teilnehmer aus 25 Mitgliedsstaaten, Nordmazedonien und Montenegro. Es hob die Rolle von Vorführungen in landwirtschaftlichen Betrieben für das Peer-to-Peer-Lernen, die Entwicklung von Fähigkeiten und die Übernahme von Innovationen aus den Operationellen Gruppen der EIP-AGRI und den Multi-Akteur-Projekten von Horizon hervor. Präsentationen der GD AGRI, des EU-GAP-Netzwerks und der Horizon Mission Soil skizzierten den politischen Kontext und hoben Living Labs, Leuchtturmprojekte, Operationelle Gruppen und AKIS als wichtige Mechanismen hervor.
Bei Feldbesichtigungen wurden öffentliche und private Demonstrationsbetriebe in der Region Venetien vorgestellt: Vallevecchia, La Fagiana, der Agripolis-Campus der Universität Padua und die Società Agricola Dante.
Die Poster-Session präsentierte 10 Fallstudien zu Unterstützungsmechanismen für Demonstrationsbetriebe und befasste sich mit Definitionen, Koordination, Finanzierungsmodellen, Schulungen, Bewertung, internationalem Austausch und öffentlich-privater Zusammenarbeit.
In interaktiven Sitzungen wurden Instrumente und Ansätze wie VR-Anwendungen, Peer-to-Peer-Inkubatoren, Ökotourismus in Verbindung mit der Aufklärung über Bestäuber und grenzüberschreitende Besuche von Landwirten vorgestellt. Die Gruppen diskutierten, wie sinnvolle Demonstrationen geplant und durchgeführt werden können, welche Rolle Gastgeber-Landwirte spielen, welche Formate interessant sind, welche hybriden Methoden es gibt und wie ganzheitliche Ansätze für landwirtschaftliche Betriebe aussehen können.
Eine Expertenrunde hob Herausforderungen hervor, darunter starre Projektstrukturen, unzureichende Entschädigungen für Landwirte, Verwaltungslast und die Notwendigkeit von Flexibilität und Vertrauen. In einer abschließenden Übung wurden Landwirte, Berater, Forscher, Pädagogen und Verwaltungsbehörden aufgefordert, zu ermitteln, wie jeder Einzelne Demonstrationen durch Moderation, Kommunikation, Lernumgebungen, Finanzierung und politische Unterstützung stärken kann.
Die Teilnehmer betonten, dass Landwirte am besten von Gleichgesinnten und durch einfache, praktische und relevante Demonstrationen lernen. Klare Definitionen, angemessene Unterstützung, faire Vergütung, geschulte Gastgeber und starke AKIS-Verbindungen sind unerlässlich. Kontinuierliches Engagement, visuelle Hilfsmittel und Folgeaktivitäten verbessern das Lernen. Eine stärkere strukturelle Unterstützung ist durch langfristige Finanzierung, gemeinsame Leitlinien, koordinierte Netzwerke und eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Beratungsdiensten, Forschung, GAP-Netzwerken und politischen Entscheidungsträgern erforderlich. Peer-to-Peer-Lernen erfordert eine bewusste Gestaltung und eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen mehreren Akteuren, um das volle Potenzial von Vorführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben auszuschöpfen.
Author(s)
EU CAP Network