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EU-GAP-Netzwerk-Fokusgruppe „Forstwirtschaft und Waldgesundheit: Neue und aufkommende Schädlinge und Krankheiten“

Dieser Bericht stellt die wichtigsten Ergebnisse der Fokusgruppe „Forstwirtschaft und Waldgesundheit: neue und aufkommende Schädlinge und Krankheiten“ des EU-GAP-Netzwerks vor, deren Sitzungen am 19. und 20. November 2025 (Leuven, Belgien) sowie am 5. und 6. März 2026 (Hainburg an der Donau, Österreich) stattfanden.

  • Programming period: 2023-2027
  • Sozioökonomische Auswirkungen
EU CAP Network Focus Group 'Forestry and forest health: new and emerging pests and diseases'
Looking up at the green tops of trees

Dieser Bericht stellt die Ergebnisse der Fokusgruppe des EU-GAP-Netzwerks zum Thema „Forstwirtschaft und Waldgesundheit: neue und aufkommende Schädlinge und Krankheiten“ vor und konzentriert sich dabei darauf, wie die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wälder gestärkt werden kann. Die Widerstandsfähigkeit der Wälder – definiert als die Fähigkeit, Störungen zu widerstehen, sich an sie anzupassen und sich davon zu erholen – ist für die Aufrechterhaltung der Ökosystemleistungen von entscheidender Bedeutung. Zu den wichtigsten Herausforderungen zählen die Zunahme invasiver Arten im Zusammenhang mit dem globalen Handel, unzureichende Früherkennung, die langsame Einführung adaptiver Bewirtschaftungsmethoden sowie die Zersplitterung des Waldbesitzes.

Der Bericht hebt eine adaptive und nachhaltige Forstverwaltung als zentrale Antwort hervor, insbesondere durch Mischwälder, naturnahe Methoden und verbesserte Waldbaupraxis. Nicht-heimische und unkonventionelle Arten können die Widerstandsfähigkeit steigern, erfordern jedoch eine sorgfältige Risikobewertung und die Einbeziehung der Interessenvertreter. Fortschritte bei der Überwachung, wie Fernerkundung, KI-Instrumente und gemeinsame Datenbanken, bieten großes Potenzial, werden jedoch noch zu wenig genutzt. Neue Bekämpfungsmöglichkeiten, darunter biologische Bekämpfung und genomische Techniken, bieten Alternativen zu chemischen Behandlungen, auch wenn regulatorische und gesellschaftliche Hindernisse weiterhin bestehen. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und Bürgern ist unerlässlich und sollte durch Wissensaustausch, Demonstrationsstandorte und Bürgerwissenschaft unterstützt werden. Zu den Schwerpunktbereichen gehören eine bessere Überwachung, Anreize für nachhaltige Praktiken, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und neue Wertschöpfungsketten für beschädigtes Holz. Insgesamt erfordert die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Wälder integrierte Ansätze, die die Umsetzung beschleunigen, Innovationen fördern und die Koordination zwischen Sektoren und Ländern stärken.

Die Experten der Fokusgruppe haben sechs ergänzende Dokumente, „Mini Papers“ (MP), als Ergänzung zu diesem Bericht erarbeitet:

  • MP 1: Unterstützung von Waldbesitzern bei der Bekämpfung von Waldschädlingen und -krankheiten
  • MP 2: Praktische Fallen und neue, intelligente, innovative Systeme gegen Waldschädlinge und -krankheiten
  • MP 3: Vorsorge, Anpassung und Aktionsplan gegen Fichtenborkenkäfer in borealen und hemiborealen Waldgebieten
  • MP 4: Ein alternatives Modell der Forstverwaltung zur Bekämpfung des Kiefernholznematoden
  • MP 5: Adaptive Forstverwaltung im Kontext des Klimawandels und biotischer Erreger
  • MP 6: Praktischer Leitfaden zur Vorbeugung und Bekämpfung von Quarantäneschädlingen in Wäldern

Alle Mini Papers sind auf der Hauptseite der Fokusgruppe veröffentlicht.

Author(s)

EU CAP Network

Ressourcen

Documents

English language

EU CAP Network Focus Group 'Forestry and forest health: new and emerging pests and diseases'

(PDF – 5.68 MB – 22 pages)

English language

Annex 1: List of most important pests and diseases for European forests according to the Focus Group experts

(PDF – 210.75 KB – 4 pages)