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Gekoppelte Zahlungen und Beihilfen für den Olivenanbau in Italien im Rahmen der GAP 2014–2020

In diesem Analysepapier wird untersucht, wie die gekoppelten Zahlungen im Rahmen der GAP den Olivenanbau in ganz Italien im Zeitraum von 2015 bis 2020 gefördert haben. Es verbindet eine Sektoranalyse mit regionalen Erkenntnissen aus Apulien, Kalabrien und Ligurien sowie aus anderen Regionen.

  • Italien
  • Programming period: 2014-2022
  • Sektorspezifische Auswirkungen
Coupled payments and support for olive growing in Italy in the 2014-20 CAP

Der vorliegende Bericht untersucht die Rolle gekoppelter Zahlungen bei der Förderung des Olivenanbaus, insbesondere in Regionen, in denen dieser Sektor von sozioökonomischer und ökologischer Bedeutung ist. Die Analyse bezieht sich auf das gesamte italienische Staatsgebiet, wobei Apulien, Kalabrien und Ligurien besonders berücksichtigt werden, und deckt den Zeitraum von 2015 bis 2020 ab. Sie wurde im Rahmen des nationalen Programms „Rural Network“ 2014–2020 sowie des Aktionsplans 2021–2023 vom ISMEA (Institut für Dienstleistungen für den Agrar- und Lebensmittelmarkt) durchgeführt. In diesem Zeitraum wurde ein Daueranbauplan zur Förderung des Olivenanbaus im Rahmen gekoppelter Prämien erstellt. Dieser Plan bildet die Grundlage der vorliegenden Analyse.

Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem quantitative Analysen unter Verwendung von INLB-Daten (Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen), Daten des Istat (italienisches nationales Institut für Statistik) sowie Verwaltungsdaten der italienischen Zahlstelle (AGEA) mit Erkenntnissen aus Fallstudien und ISMEA-Erhebungen bei repräsentativen Olivenanbaubetrieben kombiniert wurden. Die Studie stützte sich auf Indikatoren wie die Anbaufläche, die Einheitszahlungen und die Bruttomargen pro Hektar. Zudem wurde ein (vom ISMEA entwickelter) zusammenfassender Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit von Agrarlebensmittel-Lieferketten herangezogen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Olivenölsektors mit anderen Agrarlebensmittel- und Lebensmittelsektoren zu vergleichen. Die Analyse umfasste regionale Vergleiche und untersuchte die Auswirkungen der Fördermaßnahmen auf das landwirtschaftliche Einkommen und den Mehrwert.

Die Daten zeigen, dass der Sektor in mehrfacher Hinsicht mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Im Zeitraum 2015–2020 blieb die Olivenanbaufläche weitgehend stabil, was jedoch angesichts der nationalen Vorschriften, die die Rodung von Olivenbäumen einschränken, nicht allein auf die gekoppelte Prämie zurückgeführt werden kann. Die Produktion weist einen grundlegenden Rückgang mit starken Schwankungen von Jahr zu Jahr auf und wird stark von externen Faktoren wie klimatischen Bedingungen und pflanzengesundheitlichen Problemen beeinflusst. Die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert sich Berichten zufolge im Vergleich zu anderen Agrarlebensmittel- und Lebensmittelsektoren sowie im internationalen Kontext, trotz der Marktchancen, die sich aus der Anerkennung der ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Eigenschaften von nativem Olivenöl extra ergeben. Die Qualitätsproduktion verbesserte sich hinsichtlich der Anbaufläche, der Erzeuger sowie der anerkannten Öle mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützter geografischer Angabe (g.g.A.); allerdings machten Öle mit g.U. und g.g.A. nach wie vor nur etwa 3,5 % der nationalen Produktion aus, und der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die auf registrierten Flächen basierende Förderung nicht ausreichend sicherstellte, dass die tatsächlich zertifizierte Produktion auch auf den Markt gelangte.

Insgesamt ist die wirtschaftliche Bedeutung der gekoppelten Zahlung im Allgemeinen bescheiden und beläuft sich auf etwa 10 % der Bruttomarge sowie 8 % der Direktzahlungen für die begünstigten landwirtschaftlichen Betriebe, wobei sie in Kalabrien eine größere relative Bedeutung aufweist. Der Bericht empfahl, dass bei einem etwaigen neuen Vorschlag zur Prämie im Programmplanungszeitraum 2023–2027 Wege zur Gewährung von Fördermitteln aufgezeigt werden sollten, die eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit anregen können. Die Fördermaßnahmen sollten Verbesserungen der Produktionsqualität anregen und mit den Erfordernissen und Zielen des Strategischen Plans der GAP in Bezug auf Kohärenz mit den Erfordernissen und Zielen des Strategischen Plans der GAP im Einklang stehen.

Author(s)

Antonella Finizia, Mate Merenyi

Ressourcen

Documents

Italian language

Coupled payments and support for olive growing in Italy in the 2014-20 CAP

(PDF – 3.58 MB – 42 pages)