Bewertung der Umsetzung der „grünen Architektur“ der GAP-Strategiepläne 2023–2027 in Zypern
- Bewertung
- Umwelt
- Klima und Klimawandel
- GAP-Strategiepläne
- Bewertung
- Performance Monitoring and Evaluation Framework (Leistungs-, Überwachungs- und Bewertungsrahmen, PMEF)
Diese Bewertung liefert erste Erkenntnisse darüber, inwieweit der GAP-Strategieplan Zyperns im Rahmen der GAP seine Umwelt- und Klimaziele erfüllt. Vorläufige Ergebnisse deuten auf begrenzte Fortschritte, anhaltende Umweltbelastungen sowie die Notwendigkeit einer stärkeren Umsetzung und gezielteren Ausrichtung grüner Maßnahmen hin.
- Zypern
- Programming period: 2023-2027
- Umweltauswirkungen
Diese thematische Bewertung liefert eine erste Einschätzung der Umwelt- und Klimadimensionen der GAP-Strategiepläne Zyperns für den Zeitraum 2023–2027 auf der Grundlage des ersten Umsetzungsjahres, nämlich des Haushaltsjahres 2024. Da noch keine Ergebnisse der vollständigen Umsetzung vorliegen, konzentriert sich die Analyse in erster Linie auf die Konzeption und die Interventionslogik der GAP-Strategiepläne, gestützt auf die derzeit verfügbaren Überwachungsdaten. Die Bewertung umfasst Maßnahmen im Rahmen der „grünen Architektur“ der GAP-Strategiepläne, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf denjenigen liegt, die zum spezifischen Ziel 5 (nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und Verringerung der Abhängigkeit von Chemikalien) beitragen, wobei auch Verbindungen zum spezifischen Ziel 4 (Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel) und zum spezifischen Ziel 6 (Schutz der Biodiversität) berücksichtigt werden.
Die Zielerreichung wird anhand der Indikatoren des Leistungs-, Überwachungs- und Bewertungsrahmens (PMEF) bewertet, die sich auf Treibhausgasemissionen, Kohlenstoffbindung, Bodenerosion, Pestizideinsatz und -risiken sowie Biodiversität beziehen, einschließlich des Farmland Bird Index und landschaftlicher Merkmale. Wirksamkeit, Pertinence und Kohärenz mit den Umweltzielen der EU und der Mitgliedstaaten bilden die zentralen Bewertungskriterien.
Die Analyse kombiniert deskriptive und quantitative Ansätze, die sich in erster Linie auf Sekundärdaten stützen. Zu den wichtigsten Quellen zählen das Agrarlebensmittel-Datenportal, insbesondere der PMEF-Data-Explorer, der jährliche Leistungsbericht 2024 sowie nationale Verwaltungsquellen. Ergänzt wurde dies durch die Erhebung von Primärdaten mittels Telefoninterviews mit wichtigen nationalen Interessenvertretern, was eine Triangulation und Validierung der quantitativen Belege ermöglichte. Angesichts des frühen Umsetzungsstadiums, in dem zum Zeitpunkt der Bewertung nur eine begrenzte Anzahl von Maßnahmen aktiv war, ist die Evidenzbasis jedoch nach wie vor begrenzt und spiegelt hauptsächlich die Ausgestaltung der Maßnahmen und die erwarteten Outputs wider, anstatt messbare Ergebnisse.
Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die „grüne Architektur“ der GAP-Strategiepläne mäßig wirksam ist. Fortschritte in einigen Bereichen werden durch anhaltende strukturelle Belastungen und administrative Verzögerungen konterkariert. Indikatoren im Zusammenhang mit Pestiziden zeigen einen positiven Trend, wobei der Absatz um 30,3 % zurückgegangen ist. Im Gegensatz dazu bleiben andere Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft erheblich: Die Treibhausgasemissionen pro Hektar sind weiterhin hoch, die Ammoniakemissionen haben sich nicht verbessert, und die Bodenerosion hält an. Auch Belastungen der Biodiversität sind weiterhin offensichtlich, wobei der Farmland Bird Index auf eine anhaltende Anfälligkeit des Ökosystems hinweist.
Die Bewertung identifizierte die ökologische Landwirtschaft als einen bemerkenswerten Erfolgsbereich, wobei die geförderte Fläche um 45 % zunahm und sich bereits dem Ziel für 2028 nähert. Im Gegensatz dazu sind die Fortschritte bei der Anpassung an den Klimawandel (R.12) wesentlich langsamer, wobei nur 37,9 % des Meilensteins für 2024 erreicht wurden. Diese Lücke hängt weitgehend mit der verzögerten oder ausbleibenden Aktivierung wichtiger Maßnahmen zusammen, darunter Umweltinvestitionen und forstwirtschaftliche Maßnahmen. Der Bericht weist zudem auf einen strukturellen Bedarf an einer stärkeren räumlichen Ausrichtung hin, insbesondere um lokale Herausforderungen wie Bodenerosion, von der 30,72 % der Fläche betroffen sind, und Belastungen in nitratgefährdeten Gebieten anzugehen, auf die die derzeitigen Maßnahmen nicht ausreichend abzielen.
Insgesamt unterstreicht die Bewertung die Notwendigkeit, die Inanspruchnahme und die gezieltere Ausrichtung von Öko-Regelungen und Agrarumwelt- und Klimaverpflichtungen zu stärken. Sie empfiehlt, die Datenqualität zu verbessern, die Indikatormethodiken zu verfeinern und die Umsetzung grüner Maßnahmen zu beschleunigen, um im Zuge der fortschreitenden Umsetzung Fortschritte bei den Zielen in den Bereichen Klima, natürliche Ressourcen und Biodiversität sicherzustellen.
Author(s)
H.M. PHILAGRAPHIC ADVISORY LTD