Berater und Winzer bekämpfen schwere Pilzkrankheiten mithilfe von Drohnen-Daten
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Es stehen Schulungen und Leitfäden auf der Grundlage von Drohnen-basierten Datenanalysen zur Verfügung, um langfristige Methoden für das Krankheitsmanagement von Weinbergen in Luxemburg zu bieten.
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Esca ist eine schädliche Pilzkrankheit, die die Rebstöcke im luxemburgischen Moseltal bedroht. Mithilfe von drohnengestützter Fernerkundung hat ein innovatives Programm namens MonESCA die Ergebnisse einer fünfjährigen regionalen Datenanalyse in Schulungsmaterialien und Leitlinien umgesetzt, um Winzer dabei zu unterstützen, Maßnahmen zum Schutz ihrer Reben zu ergreifen. Miriam Machwitz vom Luxembourg Institute of Science & Technology, die das MonESCA-Programm leitet, erläutert die Bedeutung des Programms: „Die Forschungsergebnisse unterstützen Winzer dabei, frühzeitigere und gezieltere langfristige Bewirtschaftungsentscheidungen zu treffen, um ihre Weinberge vor Esca zu schützen, einer Krankheit, die sehr unvorhersehbar und schädlich sein kann.“
60 % der 50 Winzer, die zu Beginn des Programms befragt wurden, gaben an, dass ihre Reben von Esca befallen seien. Dank MonESCA können sie nun ein besseres Verständnis der Krankheit, der Präventionstechniken und der Maßnahmen zur Heilung der Reben erlangen. Sanfter Rebschnitt, Umpfropfen, Stammchirurgie, Neuanpflanzung, die Reset-Methode usw. – die Leitlinien und Schulungen zeigen, wie gezielte Maßnahmen zur Verhinderung der Krankheitsentwicklung durchgeführt werden können, oder wie man so effizient wie möglich handelt, um das Absterben der Pflanzen und den Verlust der Ernte zu vermeiden. Sie zeigen auch auf, welche Sorten am widerstandsfähigsten und am besten an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.
Corinne Kox und ihre Mitarbeiter vom Weingut Domaine L & R Kox nahmen an der Schulung teil. „Dank der gesammelten Daten wissen wir nun besser, wie sich die Krankheit in unserer Region ausbreitet und wie wir den sanften Rebschnitt als vorbeugende Maßnahme einsetzen können“, sagt Corinne.
Das weitergegebene Wissen basiert auf der Analyse der gesammelten Daten, kombiniert mit internationalen Studien, um ein klares Bild der Krankheit in der Region zu vermitteln. Da die Krankheit an einzelnen Pflanzen und nicht nach einem bestimmten Muster auftritt, können sehr hochauflösende, per Drohne erfasste Daten genutzt werden, um die Krankheit langfristig effektiv zu überwachen. Die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Symptomen und verschiedenen Faktoren wie Bodenfeuchtigkeit, Rebsorte, Schnitttechnik, Alter der Rebe sowie extremen Wetterereignissen.
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