Neue Duftstoffbasierte Sensortechnologie zum Aufspüren von Phytophthora-Patogenen in importieren Gehölzen
Die Gattung Phytophthora umfasst derzeit etwa 260 Arten in 14 phylogenetischen Gruppen. Viele der ihnen angehörenden Arten sind Pflanzenpathogene mit einem bodenbürtigen- und/oder luftbürtigen Lebensstil, die Krankheitssymptome wie Wurzel- und Kragenfäule, Rindennekrosen, Blatt- und Triebwelke sowie Fruchtfäule bei Gehölzen und krautigen Pflanzen verursachen können. Weltweit verursachen nicht-einheimische Phytophthora-Arten schwerwiegende Epidemien in der Gartenbau- und Landwirtschaft und in natürlichen Ökosystemen. Der Hauptverbreitungsweg dieser Pathogene zwischen Kontinenten und in die Umwelt ist der Transport und die Pflanzung von befallenem Pflanzenmaterial. In Europa und Nordamerika sind Baumschulen großflächig mit meist exotischen Phytophthora-Arten befallen. Aufgrund des häufigen und regelmäßigen Einsatzes von Fungiziden und fungistatischen Chemikalien werden Krankheitssymptome unterdrückt, was die Anwesenheit der Pathogene verschleiert. Die standardmäßige phytosanitäre Praxis der visuellen Inspektion von Pflanzen ist daher in den meisten Fällen ungeeignet, die versteckte Anwesenheit von Phytophthora-Pathogenen zu erkennen. Im Projekt PurPest charakterisieren wir sowohl die Duftstoffe, die von Phytophthora-Arten freigesetzt werden als auch Veränderungen im Duftstoffmuster der von Phytophthora befallenen Pflanzen. Bisher haben wir artsspezifische Duftstoffmuster von 30 verschiedenen Phytophthora- und verwandten Oomyceten-Arten erhalten. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für einen duftstoffbasierten Phytophthora-Sensor, der diese schädlichen und aggressiven Pathogene während der Importinspektionen, in Baumschulen und anderswo sicher aufspüren kann.
Plant Pest Prevention through Technology-guided monitoring and site-specific control
Ongoing | 2023-2026
- Main funding source
- Horizon Europe (EU Research and Innovation Programme)
- Geographical location
- France, Germany, Slovakia, Italy, Portugal, Czechia, Lithuania, Netherlands, Norway, Great Britain, Switzerland