News | 27 März 2026

Bewertung der GAP-Förderung für die ökologische Landwirtschaft

Diese thematische Arbeitsgruppe wird praktische Leitlinien erarbeiten, die den Verwaltungsbehörden und den Evaluatoren dabei helfen sollen, zu beurteilen, inwiefern die GAP-Strategiepläne die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der ökologischen Landwirtschaft fördern.

Woman Buying Fresh Fruit And Vegetables In Sustainable Plastic Free Grocery Store

Bewertungen der GAP-Förderung für die Ökologische Landwirtschaft konzentrieren sich häufig auf Umwelt- und Klimaauswirkungen, während wirtschaftliche Auswirkungen weniger Beachtung finden.

Da es keine spezifische gesetzliche Verpflichtung zur Bewertung der ökologischen Landwirtschaft gibt, richtet das EU-GAP-Netzwerk mit Unterstützung des Europäischen Evaluierungs-Helpdesks für die GAP die Thematische Arbeitsgruppe „Bewertung der GAP-Förderung für die ökologische Landwirtschaft: wirtschaftliche Aspekte“ ein.

Ziel ist es, Verwaltungsbehörden und Evaluatoren dabei zu unterstützen, verfügbare Daten besser zu nutzen, um Aspekte wie die Rentabilität der ökologischen Landwirtschaft, Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette und andere wirtschaftliche Aspekte zu bewerten, Datenlücken zu schließen und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Bewertungen EU-weit zu verbessern.

Diese Arbeit berücksichtigt den Sonderbericht 19/2024 des Europäischen Rechnungshofs (ERH), in dem eine bessere Bewertung des Beitrags der GAP-Finanzierung zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der ökologischen Landwirtschaft sowie eine verbesserte Verfügbarkeit relevanter Daten gefordert wurde.

Die Leitlinien werden zwei sich ergänzende Ansätze für die Bewertung verfolgen: einen zur Leistung der GAP-Förderung auf Betriebsebene und einen zu den weiterreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Ein Schwerpunkt wird darauf liegen, den Umfang der Bewertung und den Rahmen so zu gestalten, dass sie auf die jeweiligen Kontexte der Mitgliedstaaten zugeschnitten sind, und geeignete Methoden anzuwenden, um die Analyse zu stärken.

Außerdem werden anhaltende methodische Herausforderungen angegangen, wie die Erstellung glaubwürdiger und praktikabler kontrafaktischer Szenarien, der Berücksichtigung von Selektionsverzerrungen sowie der Stärkung der kausalen Zuschreibung. Gleichzeitig werden in den Leitlinien Wege aufgezeigt, wie Datenlücken geschlossen werden können, beispielsweise hinsichtlich der Repräsentativität von Betrieben der Ökologischen Landwirtschaft im Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) und der Verbesserung der Verfügbarkeit von Marktdaten.

Die Erkenntnisse, die von den Verwaltungsbehörden, den Zahlstellen und den Evaluatoren während eines speziellen Good Practice Workshops im Herbst 2026 gewonnen wurden, werden ebenfalls in die Leitlinien einfließen.