Bewertung der GAP-Förderung für die Ökologische Landwirtschaft: wirtschaftliche Aspekte
Diese thematische Arbeitsgruppe wird praktische Leitlinien erarbeiten, um zu bewerten, inwiefern GAP-Mittel zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Ökologischen Landwirtschaft beitragen, und die Faktengrundlage für die Bewertung im breiteren politischen Rahmen der EU stärken.
Die Ökologische Landwirtschaft ist aufgrund ihrer ökologischen, klimatischen und sozioökonomischen Vorteile ein wichtiger Bestandteil der GAP-Strategiepläne. Alle GAP-Strategiepläne sehen neben anderen Förderformen auch Mittel zur Unterstützung der Ökologischen Landwirtschaft durch flächenbezogene Zahlungen vor, um die Ziele des europäischen Grünen Deals der EU zu unterstützen, darunter der Zielwert, bis 2030 mindestens 25 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche der EU ökologisch zu bewirtschaften.
Obwohl die EU-Rechtsvorschriften keine spezifische Bewertung dieser Unterstützung vorschreiben, machen der Umfang der GAP-Finanzmittel und die Bedeutung, die viele Mitgliedstaaten der Ökologischen Landwirtschaft beimessen, deren Bewertung zu einer klaren Priorität.
Darüber hinaus weist der Europäische Rechnungshof in seinem Sonderbericht 19/2024 auf Schwachstellen im strategischen Rahmen der EU hin, darunter das Fehlen einer langfristigen Vision über das Jahr 2030 hinaus sowie finanzielle und operative Mängel bei der GAP-Programmplanung. Der Bericht stellt zudem fest, dass die Umwelt- und Marktziele der EU-Öko-Verordnung nicht systematisch überwacht werden.
Dies unterstreicht die Bedeutung besserer Belege dafür, wie die GAP-Förderung zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Ökologischen Landwirtschaft beiträgt, und der Fokus der Thematischen Gruppe auf die wirtschaftliche Dimension soll dazu beitragen, diese Evidenzlücke zu schließen.
Ziele
Die Hauptziele dieser Thematischen Arbeitsgruppe (TWG) sind:
- Erstellung praktischer Leitlinien für Verwaltungsbehörden und Evaluatoren zur Bewertung des Beitrags der GAP-Mittel zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Ökologischen Landwirtschaft, einschließlich Vorschlägen für Evaluierungsrahmen, die an die unterschiedlichen Gegebenheiten in den Mitgliedstaaten angepasst werden können.
- Beitrag zu einem besseren Verständnis darüber, wie Indikatorrahmen genutzt werden können, wie Datenlücken geschlossen werden können und welche geeigneten Methoden bei der Bewertung der wirtschaftlichen Aspekte der Ökologischen Landwirtschaft anzuwenden sind.
- Bereitstellung eines methodischen Rahmens, der sich um zwei sich ergänzende Bereiche gliedert:
- Bereich 1 bezieht sich auf die Dynamik der Beteiligung an der Ökologischen Landwirtschaft, einschließlich der Entscheidungen für den Einstieg in die ökologische Produktion und den Verbleib darin.
- Schwerpunkt 2 befasst sich mit den Auswirkungen der geförderten ökologischen Landwirtschaft auf die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, einschließlich ihrer Beiträge für Wirtschaft und Gesellschaft, und untersucht Aspekte wie Rentabilität, Funktionsweise der Wertschöpfungskette, ländliche Nachhaltigkeit und Verbrauchernachfrage.
Arbeitsprozess
Diese thematische Arbeitsgruppe läuft von März bis Dezember 2026 und ist wie folgt strukturiert:
- Arbeitspaket 1: Start der thematischen Arbeitsgruppe 12
- Arbeitspaket 2: Koordination und inhaltliche Ausarbeitung
- Arbeitspaket 3: Qualitätskontrolle, Fertigstellung und Verbreitung des Leitfadens
Organisation
Die thematische Arbeitsgruppe wird vom Europäischen GAP-Netzwerk mit Unterstützung des Evaluierungs-Helpdesks für die GAP eingerichtet, um den Arbeitsentwurf des Leitfadens zu erstellen. Die Teilnahme an der Gruppe erfolgt ausschließlich auf Einladung; zu ihren Mitgliedern zählen Evaluierungsexperten, Mitarbeiter der Europäischen Kommission und gegebenenfalls Vertreter der Mitgliedstaaten.
Ein Good Practice Workshop zum gleichen Thema wird im Herbst 2026 stattfinden. Sein Hauptzweck besteht darin, den Austausch einschlägiger Erfahrungen zwischen den Mitgliedstaaten und Evaluatoren auf EU-Ebene zu erleichtern und gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, Rückmeldungen zum von der Thematischen Arbeitsgruppe erstellten Arbeitsentwurf des Leitfadens einzuholen.
Der Arbeitsentwurf des Dokuments wird vorab als Hintergrundmaterial verteilt. Zu den Teilnehmern können Verwaltungsbehörden und andere Vertreter der Mitgliedstaaten, Evaluatoren, Vertreter der Europäischen Kommission sowie einschlägige Experten gehören. Es wird auch um schriftliches Feedback gebeten, und die während und nach dem Workshop geäußerten Standpunkte werden bei der Fertigstellung des Dokuments berücksichtigt.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Europäischen Evaluierungs-Helpdesk für die GAP unter evaluation@eucapnetwork.eu.